Der Richter und sein Henker
Durrenmatt, Friedrich
Geplaatst op Zaterdag 04 augustus 2001
Kommissär Hans Bärlach
-Referat von Boudewijn Geerink-
Was charakterisiert ihn?
Er findet Zeitungen nutzlos und hält das Lesen für Zeitverschwendung. Er ist clever und listig. Er ißt oft in seiner Stammkneipe, der ,,Schmiedstube", zu Mittag. Der leidenschaftliche Zigarrenraucher mag den Anblick von Leichen nicht und schaut sich deshalb auch nicht den toten Körper seines Kollegen und Freundes Schmied an, genau so wenig wie sein Totenprotokoll. Außerdem besitzt er eine ausgezeichnete Menschenkenntnis. Er trinkt gerne ein Schlückchen Wein, doch da ihm der neue ,,Twanner"1[1] nicht bekommt, muß er sich häufig übergeben, wegen seiner schweren Krankheit. Er liest sehr gerne Bücher und liebt das Abenteuer (z.B. trägt er keine Waffe, besitzt keine Türklingel und schließt seine Haustüre nicht ab). Der gute Tierkenner verträgt das schnelle Fahren nicht, ist aber dafür nicht auf den Mund gefallen. Er liebt das Leben und gibt alles dafür.
Er zieht normalerweise keine voreiligen Schlüsse, hat aber dennoch von Anfang an den Verdacht, daß Tschanz der Mörder sein könnte.
Der ehemalige Vorgesetzte des ermordeten Schmied präsentiert sich als schon etwas älterer Mann, der überhaupt nicht in das gängige Detektivbild passen will.
Während er kurz vor der Pensionierung steht und dem Tod ins Auge schaut, spielt er ein sehr raffiniertes Spiel mit Menschen, als seien sie Schachfiguren.
Alles in allem genommen, führt Bärlachs Art sich zu geben, dazu, daß man ihn unterschätzen könnte. Eine Schlüsselszene um den Kommissar ist das Abschiednehmen von seinem Feind Gastmann: Nur ein Gedanke hatte ihn Jahre lang beherrscht, nämlich den zu vernichten, der tot vor ihm lag. Zu diesem Zeitpunkt verändert sich das Leben Bärlachs total: Sein einziges Lebensziel, nämlich Gastmann zu richten, war jetzt erreicht. Damit hat er...
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