Jahr: 1977
3. Etwas über den Autor:
Brigitte Schwaiger wurde 1949 als Tochter eines Arztes in Freistadt (Oberösterreich) geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie Psychologie, Germanistik und Romanistik in Wien. Im Jahre 1968 heiratete sie einen spanischen Tierarzt und Offizier und lebte einige Zeit in Mallorca und Madrid. In Spanien unterrichtete sie Deutsch und Englisch. Nebenher beschäftigte sie sich mit Malerei und Bildhauerei. Nach ihrer Scheidung fing sie in Linz ein Studium an der Pädagogischen Akademie an und war sie beruflich tätig als Schauspielerin, Regieassisentin und Sekretärin. Seit 1975 lebt sie als freie Schriftstellerin in Wien.
Allgemein bekannt wurde sie mit ihrem ersten Roman „Wie kommt das Salz ins Meer“ (1977), der sofort zu einem Bestseller und in Zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Brigitte Schwaiger beschäftigt sich in diesem Buch mit den besonderen Problemen der Frauen, artikuliert weibliche Erfahrungen und protestiert gegen die ihnen auferlegte Rolle.
Darüber hinaus übt sie in all ihren Büchern zuweilen scharfe Kritik an der Scheinheiligkeit der bürgerlichen Gesellschaft. Lösung aus den Bindungen des Elternhauses und der traditionellen Ehe sowie die Suche der Frau nach Selbstverwirklichung sind Hauptthemen in ihrem Werk, z.B. in dem Frauenroman „Tränen beleben den Staub“ (1991). Dabei schreibt sie dermaβ einfach, realistisch und humoristisch (bisweilen zynisch), daβ viele Leser sich von ihren authentisch wirkenden Büchern hingerissen fühlen.
4. Erklärung des Titels:
Die Titel des Buches ist an sich eine unsinnige Frage, aber es gewinnt im Laufe der Geschichte tiefere Bedeutung. Die Frau stellt die Frage „Wie kommt das Salz ins Meer“ als Kind an ihren Vater. Seine märchenhafte Erklärung wird vom Kinde akzeptiert, dessen Welt da noch in Ordnung ist. Jetzt, als Erwachsene, verlangt sie manchmal nach dieser glücklichen Kindheit zurück.
5. Strömung bzw. Periode des Buches:
Das Buch gehört zu der Literatur von Frauen.
6. Thema des Buches:
Das Thema ist die Gutbürgerlichkeit. Die Verwandten der Hauptperson finden nur die Gutbürgerlichkeit wichtig. Weiteren Themen sind die Unentschlossenheit und Bequemlichkeit der Ich-Person. Sie weiβ nicht was sie genau will und sie wählt immer die einfachsten Weg.
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